HomeServer – Proxmox Installation und Konfiguration

In diesem Beitrag zeige ich euch wie ihr Proxmox auf eurem HomeServer installieren könnt.

Zunächst laden wir uns das ISO-Image von der Webseite hier herunter. Anschließend müssen wir es noch auf einen USB-Stick Bootfähig starten.

Dazu könnt ihr diese Anleitung zu Ventoy verweden, dann braucht ihr anschließend die Proxmox ISO nur auf den USB-Stick kopieren und könnt diese dann direkt starten.

 

Installation

Nun können mit dem  Browser auf https://[Promox-VE-IP]]:8006/ zum Einloggen navigieren.

Benutzername: root

Passwort: Das, was ihr in der Installation vergeben habt.

Anschließend erscheint die Benutzeroberfläche.

Soweit ist die Installation abgeschlossen! Nun können wir uns der Konfiguration widmen.

Konfiguration

Ohne gültige Subscription

Beim Einloggen werdet ihr merken, dass jedes Mal eine Popup-Box mit der Meldung: Ohne gültige Subscription erscheint. Aber alle Funktionen lassen sich auch ohne gültige Subscription in Proxmox nutzen.

Es gibt auch ein Workaround, um diese Meldung abzuschalten, allerdings muss diese Methode nach jedem größeren Update wiederholt werden.

Mit folgendem Befehl, den wir in der Shell der Weboberfläche ausführen:

sed -Ezi.bak „s/(Ext.Msg.show\(\{\s+title: gettext\(‚No valid sub)/void\(\{ \/\/\1/g“ /usr/share/javascript/proxmox-widget-toolkit/proxmoxlib.js && systemctl restart pveproxy.service

Anschließend leeren wir den Cache des Browsers und aktualieren die Seite und nun wenn wir uns anmelden, sollte die Meldung verschwunden sein.

Proxmox VE No-Subscription Repository

Da wir auch ohne Subscription nicht die offizielle Respository zum Laden der Updates nutzen können, die den Abonnenten vorbehalten ist, bietet Proxmox aber auch eine No-Subscription Repository an.

Diese müssen wir nur in der entsprechen Datei einpflegen. Dazu öffnen wir die Datei mit folgendem Befehl, um sie zu bearbeiten:

nano /etc/apt/sources.list

und fügen folgenden Abschnitt ein:

# PVE pve-no-subscription repository provided by proxmox.com,
# NOT recommended for production use
deb http://download.proxmox.com/debian/pve buster pve-no-subscription

Speichern dann die Datei mit Ctrl + O und bestätigen mit Enter. Und schließen den Editor mit Ctrl + X.

Anschließend können wir noch das Subscription Repository deaktivieren in dem wir die Datei, wie oben bearbeiten und die Zeile mit einer # (Raute) auskommentieren.

nano /etc/apt/sources.list.d/pve-enterprise.list

Dann wieder speichern (Ctrl+O) und schließen (Ctrl+X).

So! Nun habt ihr auf eurem HomeServer Proxmox installiert und etwas konfiguriert. Ich hoffe, euch hat das Tutorial gefallen. Bei Fragen oder Feedback lasst einfach eine Nachricht unten in den Kommentaren da.

 

 

Comments: 2

  1. Michael sagt:

    Ich weiß, es gibt ja genug Tekkies, die sich gerne so einen selbstgebauten Server hinstellen. Warum sollte ich das aber tun?
    Bekomme ich für fast das gleiche Geld nicht einen Synology-NAS und kann die benötigte Software nicht über Docker installieren?

    • Alexander sagt:

      Also zunächst muss man sich die Frage stellen, was man mit dem NAS betreiben möchte bzw. was es können soll. Ich kann jetzt nur von meiner Entscheidung sprechen.

      Ich bin auch zuerst mit einem Synology NAS, DS415+ gestartet. Aber mit der Zeit sind die Anforderungen gestiegen und auch die Möglichkeit der Aufrüstung der Hardware wie Arbeitsreicher oder Prozessor sind im Gegensatz zu einer fertig Lösung eher kaum bis garnicht möglich.

      Zum anderen gab es den Nachteil, Software vom Paketzentrum als bei Beispiel die PHP Versionen muss man warten bis die Entwickler das Update nachgereicht haben.

      Wohingegen wenn man es selbst alles betreibt und installiert man einfach etwas freier ist und unabhängiger.

      Und wenn wir zum Thema Kosten kommen kann man auch mit einer Selbstbau Lösung günstiger fahren und hat für den Preis mehr Leistung. Als Beispiel ein Synology NAS DS 920+ kostet ohne Festplatten aktuell laut Amazon 522€ und besitzt 4 GB Arbeitsspeicher… in meiner Konfiguration die ich gebaut habe war ich auch bei knapp 600€ aber habe 32GB verbaut. Und wenn man zb Docker betreiben möchte und mehrere Container oder VMs gleichzeitig betreiben möchte, ist genug Arbeitsspeicher immer gut.

      Und wenn man eine fertig Lösung mit z.B 32GB Arbeitsspeicher und mehr haben möchte ist man schon im Preissegment von 1500-2000€ und wohlgemerkt ohne Festplatten.

      Ich habe mein System aktuell mit 64 GB RAM und das Board unterstützt bis 128GB RAM und eine 10G Netzwerkkarte verbaut und habe bis jetzt noch weit unter 1000€ investiert.

      Das waren für mich die Gründe ein Selbstbau Homeserver zu bauen, klar muss man alles selber verwalten und installieren und man sollte auch schon Freude daran haben sich z.B mit Linux auseinander zu setzen, aber zu dem Thema gibt es ja viele Foren, Blogs, Anleitungen sowie Videos im Netz.

      Aber klar, für Benutzer die nur wenige Anwendungen drauf laufen haben und es einfach schick aussieht und einfach funktionieren soll oder das Budget keine Rolle spielt kann auch mit einem Fertig-NAS wie eine Synology zufrieden sein. Und es bietet auch eine kompaktere Bauweise.

      Wenn Platz keine Rolle spielt, man viele Anwendungen betreiben möchte, die Möglichkeiten von Upgrades oder kleine Defekte eines Teils durch direktes austauschen haben möchte und man alles selber installieren und verwalten möchte und eventuell mehr für sein Geld haben möchte ist mit einem Selbstbau Homeserver eventuell besser beholfen.

      Das ist nur meine Meinung bzw. der Grund wieso ich mich für ein Selbstbau Projekt entschieden habe.

      Viele Grüße Alexander

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